Einkaufs-App

Gestern wurde ein Projekt fertig, an dem ich schon länger gebastelt habe. Es war ein Projekt das mir sehr am Herzen liegt, wobei die Dringlichkeit immer mal wieder zu und abgenommen hat. Es handelt sich um eine Einkaufsliste die mehrere Personen nutzen können. „Ach, da gibt es ja hunderte im App-Store!“ könnte man mir sagen. Ja das stimmt, ist meine nüchterne Antwort, aber keine die so auf meine Wünsche und Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Ich habe mir einige davon angeschaut, aber am Schluss bin ich dann mit meinem Schatz doch wieder in der WhatsApp Einkaufsgruppe gelandet.

Was sind denn nun meine Anforderungen?

  • Schnelles und einfaches hinzufügen von Produkten.
  • Wenig Traffic, kein Polling
  • trotzdem mehrere User auf einer Liste, also gemeinsames Einkaufen möglich

Aber jetzt kommt das wichtigste. Die Produkte sollen in der Reihenhole in der Liste stehen, wie sie auch im Supermarkt platziert sind. Und zwar für die Supermärkte in denen ich am liebsten einkaufe.
Achja, und eine Rezeptdatenbank mit Produktverwaltung ist kurzfristig auch noch dazugekommen.

Aber schauen wir’s doch einfach an. Die Einkaufsliste läuft auf meiner Webpräsenz. Es wird unterschieden ob der Client ein Desktop- oder Mobil-Browser ist. Die Konfiguration ist am einfachsten über den Desktop zu erledigen. Produkte kann man entweder in der Produktverwaltung anlegen, über eine API, oder indem man sie einfach der Einkaufsliste hinzufügt. Hier entsteht zunächst ein Schattenartikel, dem man einen Namen und zusätzliche Informationen sowie ein Foto mitgeben kann. Nicht spezifizierte Produkte erscheinen immer am Ende der Einkaufsliste, sind aber für die Auswahl beim nächsten hinzufügen Auswählbar.

Bei vorhandenen Produkten bekommt man beim Tippen bereits Vorschläge gemacht und kann diese übernehmen.

Danach optional noch die gewünschte Anzahl und welche Maßeinheit.

Schon ist der Artikel in der Einkaufsliste. Gleiche Produkte mit gleicher Maßeinheit werden automatisch aufsummiert. Optionale Informationen und Fotos werden durch die Icons dargestellt und können angeklickt werde, wodurch sie in einem Overlay angezeigt werden. Ganz oben kann man seinen Wunschsupermarkt einstellen, wodurch sich die Sortierung der Produkte entsprechend anpasst.
In der Produktverwaltung kann man Produkte direkt anlegen.

Beim Schreiben erhält man ebenfalls Hinweise, welches Produkt bereits vorhanden ist. Bei der Kategorie wird es nun interessant. Denn auf der Kategorie basiert die Navigation im Supermarkt. In der Produktverwaltung angelegten Produkten muss man gleich die Kategorie einstellen. Auch hier kann man Fotos knipsen, Bilder einfügen, und Notizen machen. Beliebte Produkte kann man als Favorit markieren. Hierfür gibt es auch eine Toggle Funktion in der Favoritenspalte. Fährt man mit der Maus drüber wird das Feld hervorgehoben und durch klicken kann man den Favoriten setzen oder entfernen. Anderweitig hinzugefügte Produkte haben die Kategorie „undefined“. Diese werden rot hervorgehoben und müssen von Zeit zu Zeit einer Kategorie zugewiesen werden. Die Kategorien müssen einmalig angelegt werden.

Hierzu habe ich in der Supermarkt-Scene recherchiert. Wie Supermärkte organisiert werden, welche Produkte wie platziert werden, und welche Produktgruppen daraus abgeleitet werden können. Diese habe ich angelegt und mit einem für mich passenden Emoji versehen.

Dann muss man diese Produktgruppen nur noch in der richtigen Reihenfolge für den Supermarkt per Drag & Drop hinschieben.

Supermarkt wählen! Grüne Kacheln sind sortiert, weiße nicht. Nun ist alles eingestellt.

Für mobile Geräte habe ich das als Web-App gebaut.
Nachdem die App auf dem Bildschirm ist

kann sie geöffnet werden. Hier ist das Funktionsprinzip das gleiche, nur eben auf Touch optimiert. Nachdem alles eingestellt ist, kommt eine weitere interessante Funktion dazu. Beim klick auf das + öffnet sich ein weiteres Overlay. Hier kann man die Produkte direkt aus der Kategorie auswählen. Produkte die man häufiger benötigt findet man auch in den Favoriten wenn man diese gesetzt hat.

Zu guter Letzt gibt es noch den Barcodescanner den man in dieser Auswahl findet. Hier habe ich bereits erklärt worauf ich hinaus will. Ein weiterer Menüpunkt ist die Rezeptverwaltung.

Hier kann man Rezepte anlegen, und diesen Produkte zuweisen.

Hier gibt es das Produkt welches eine Zutat, eine optionale Zutat oder ein Gewürz sein kann. Mange, Einheit und Zusätzliche Informationen. Die Reihenfolge im Rezept kann man zudem noch einstellen.
Hierfür habe ich die oben erwähnte API eingebaut. Man kann json in der richtigen Struktur direkt an die Schnittstelle schicken. Dann wird ein Rezept angelegt und die dazugerigen Produkte. Diese werden sofort geprüft, und wenn noch nicht vorhanden angelegt. So hat mein Rezept-Agent bisher 150 Rezepte mit den passenden Produkten in die Datenbank geschrieben. Zurück zum Scanner.

Barcode scannen. Wenn das Rezept richtig angelegt ist, findet er die Produkte.

Zutaten und Optionale Produkte werden zum Einkaufen vorselektiert, Gewürze nicht. Mit einem klick kann man korrigieren was man in der Einkaufsliste haben will. Über den Button Übernehmen werden die Markierten Produkte zur Einkaufsliste hinzugefügt. Das System lässt sich vielseitig einsetzen.

So, nun zum Einkaufen. Durch einen klick auf den Einkaufswagen hat man das Produkt in den Einkaufswagen gelegt. Hier gibt es wieder einen Toggle Mechanismus. Stellt man fest das man etwas falsches in den Einkaufswagen gelegt hat, kann man dieses durch erneutes klicken wieder Herausnehmen. Rausgehend werden nur die Daten des einen Produkts an den Webserver geschickt, eingehend bekommt man die gesamte Liste, um zu synchronisieren, wer sonst noch etwas eingekauft hat, oder gegebenenfalls etwas zusätzliches in die Einkaufsliste getan hat. Alles läuft über AJAX wodurch die Datenmenge stark reduziert ist. Es soll ja auch gehen wenn man mal schlechten Empfang hat.

Sind zu guter Letzt alle Produkte als Eingekauft markiert, werden diese in eine andere Tabelle verschoben, und die Einkaufsliste ist leer. Die historischen Einkäufe kann man sich dann auf einer weiteren Seite anschauen.

Wer Verbesserungsvorschläge hat, immer her damit.

Kartonfalzmaschine

In der letzten Erdbeersaison waren wir mit den Kindern bei der Erdbeerernte. Neben den ca. 4 kg Erdbeeren die von den Zwergen direkt auf dem Feld verdrückt wurden, haben wir schätzungsweise 104 kg Erdbeeren mit nach Hause genommen. Naja, ok, es waren wohl ehr die 3 kg auf dem Bild und weitere 5 kg an folgenden Tag.

Trotzdem viel zu viel für zum Essen. Also kam mein allerbester Schatz auf die Idee, die Reste zu Marmelade zu machen. Prima dachte ich, so kann ich mein Sortiment von Steffen‘s Feinkostprodukten neben meinen Chilis aufstocken.

So haben wir also unzählige Gläser Erdbeermarmelade eingekocht. Viele davon in WECK Tulpengläschen, um daraus Giveaways für Freunde und Bekannte zu machen.

Ich habe dann Schildchen für die Gläser gedruckt, und gefaltet. Das Ergebnis war nicht nach meiner Zufriedenheit, denn beim Knicken von 200g Papier reißen die Fasern auf und es sieht unschön aus.

Also wollte ich eine Falzmaschine. Aus Mangel an Zeit, habe ich das verworfen. Später dann habe ich meine Williams Christ Birnen eingemacht, für die leckeren Willis im Winter. Habe Schildchen gedruckt. Wollte eine Falzmaschine, und habe es aus Mangel an Zeit verworfen. Im Oktober dann habe ich meine Weintrauben geerntet. Aus den Muskat-Trollinger Trauben habe ich dann Gelee gekocht und mein Sortiment an Delikatessen weiter aufgestockt. Hab Schildchen gedruckt, und was soll ich sagen… keine Zeit! Nun, vor ein paar Tagen habe ich wie jedes Jahr Steffen‘s Bärlauchpesto gemacht und abgefüllt.

Und da man eine Falzmaschine wie die Vergangenheit zeigt immer mal braucht, habe ich mich daran gemacht, eine zu bauen. Nachdem ich herausgefunden habe, wie das Grundprinzip funktioniert, habe ich mit der Konstruktion angefangen. Ich hab mir gedacht, ich baue das Teil wie eine Fliesenschneidmaschine. Also erst mal ein Kugellager und zwei Linearkugellager zusammengesucht, dazu ein paar Rundstäbe aus eloxiertem Alu und Edelstahl, ein paar Federn, Schrauben etcpp. Der Rest kommt aus dem 3D Drucker.

Zur Grundplatte kommt die einstellbare Falzrolle, Einsätze für verschiedene Papier/Karton Grammaturen beziehungsweise zunächst zum experimentieren was die optimalen Maße sind, und ein einstellbarer Anschlag. Mit dem Druck der nötig ist um das Papier zu Verformen habe ich mir etwas schwer getan. Über die 70 Newton die dafür angeblich nötig sind musste ich mich zunächst mal mit der KI auseinandersetzen. Laut Gemini hält ein 3D Gedrucktes Teil in der von mir gewählten Form die 7 kg Druck nicht aus ohne sich selbst zu verformen. Um später den passenden Anpressdruck in der Falzmaschine einstellen zu können, habe ich zunächst die Federn auf einer Küchenwaage mit 7 kg belastet und gemessen wie weit sich diese dabei zusammendrücken. Danach habe ich die Teile zusammengebaut.

Ich bin froh behaupten zu können: Praxis schlägt Theorie!

Das Ergebnis ist Spitze. Die gefalzten 200g Drucke sehen aus wie von einer professionellen Kartenmacherei bestellt.

Nicht die kleinste aufgerissene Stelle beim Druck, weder offen noch gefaltet, und eine saubere gleichmäßige Falz. Ich bin sehr begeistert. Das habe ich dann gleich genutzt um ein paar neue Schildchen anzubringen.

Neuer Grill – Plancha

Inspiriert durch meine Grillseminare und durch Gespäche mit einem Arbeitskollegen kam ich meinem Traum von einer Grillplatte Stück für Stück näher.

Im Endeffekt habe ich meine Plancha nun von meinem allerbesten Schatz und Finanzminister zu Weihnachten bekommen. Wichtig war die Größe von 80cm das sie zu meiner Feuerschale passt. Zudem waren noch Abstandshalter nötig, damit die Platte nicht auf der Schale aufliegt und Luft ans Feuer kommt.

Zusätzlich habe ich noch einen Feuerring dazu bekommen, auf den man beispielsweise eine Pfanne oder einen Topf stellen kann.

Die nächsten Tage werde ich die Plancha mal einbrennen und die Gelegenheit nutzen um schön Glühwein zu machen. Interresant ist es sicherlich auch herauszufinden was der Dutch dazu sagt. In diesem Sinne. Guten Beschluss liebe Leserschaft. Ich werde 2026 Berichten!

Die Geschichte einer Domain – Teil 2

Die zweite Website die ich gehostet habe ist hauptsächlich für die Mitglieder und Bekannte der Gilde Angels of Light, sowie Rollenspieler und Gamer interessant.

Am 13.10.2007 habe ich die Domain angels-of-light.de, und ergänzend dazu im August 2010 die Domain aol-woc.de bei der DENIC registriert.
Da für den überwiegenden Teil der damaligen Mitstreiter die Zeit der Online Rollenspiele vorbei ist und ich die Domains gekündigt habe, möchte ich trotzdem einige Erinnerungen auf meinem Webspace als HTML zur Verfügung stellen. Ich hoffe das es den Nostalgikern gefallen wird.

Hier geht’s zur Website! Viel Spaß beim Lesen.

Faller AMS

Wenn ich mich mit Leuten über das Thema Carrera oder Slotracing unterhalte, zweigt das Gespräch erstaunlich oft in Richtung H0 ab. Viele haben noch eine Faller Rennbahn rumfliegen, welche nicht mehr benutzt werden kann, da die Fahrzeuge nicht mehr gehen und es keine Ersatzteile mehr gibt. Aus diesem Grund möchte ich hier für Aufklärung sorgen.

Mein Dad war ein großer Fan von Modellbau im Maßstab H0 weshalb ich schon früh mit Märklin, Faller und allem drumrum in Berührung gekommen bin. Wenn ich in den „Eisenbahnraum“ durfte und die Züge und Autos gefahren sind, haben die Augen geleuchtet. Noch interessanter wurde es dann als ich älter war und selbst mit den „Rennautos“ spielen durfte. Mit dem Nachbarsjungen zusammen haben wir Stunden damit verbracht Strecken zu bauen, die Fahrzeuge in Schuss zu halten, aus Einzelteilen neue Autos zusammenzubauen, und natürlich Rennen zu fahren. Damals wusste kaum jemand, wer was herstellte, oder zukaufte. Es war das Faller AMS komplettpacket. AMS steht im übrigen für Auto Motor Sport. Daran sieht man schon, das Faller für den deutschen Markt produzierte, aber dazu später mehr.

Auch wenn ich heute eine 1:32 Holzbahn habe, und hier am liebsten die Fahrzeuge von Carrera fahre, oder auch mal 1:24 am Hartgrundring, bin ich der Überzeugung das 1:64 das beste System ist, das auf dem Markt ist. Der Platzbedarf der Strecke ist mein erstes Argument. 1 Meter Carrera Schiene benötigt lediglich 37cm im Faller System. Das zweite Argument oder Argumente sind die Fahrzeuge. Die Chassis sind komplett zerlegbar, bis zu den Kohlen der zumeist Pancake Motoren.

Aber Moment mal. 1:64 und H0? Hier stimmt doch was nicht. Richtig, der Maßstab von H0 ist 1:87. Die ersten Rennautos wurden aber im Maßstab 1:64 gebaut. Faller hat diese Fahrzeuge in die H0 Systemlandschaft integriert da es ungefähr passte und es nichts anderes gab.

Für Interessierte folgend ein Absatz zu Faller AMS.

Am 27. Februar 1963 reichten Joseph Giammarino und Derek Brand das erste Slotcar Chassis mit einem Pancake Motor zum Patentieren ein (United States Patent 3243917). Auf dieser Basis entwickelte die Aurora Plastics Corporation das T-Jet (Thunder-Jet) Chassis. Erwin Faller wollte trotz Wiederständen seines Bruders in den Bereich der Modellrennbahn einsteigen. Faller suchte sich die T-Jet’s aus, welche die Basis des ersten Faller AMS Slotcars darstellten. Die Form der Chassis war genormt, und so konnte jeder Fahrzeug-Body (Deckel) aufgesteckt werden. Da nun noch der „Slot“ fehlte, in dem die Schlitzflitzer langflitzen, suchte Faller einen Produzenten für die Schienen. Die Atlas Tool Company stellte in den USA 1:64 Schienen her für die sich Faller entschied. Anstatt in schwarz ließ Faller die Schienen in der Farbe grau in Lizenz für den Deutschen Markt produzieren. Auf dem deutschen Markt wurden die Rennstrecke und die Autos zunächst ausschließlich von der Firma Faller vertrieben. Die Vielfalt der Teile, Fahrzeuge und Designelemente nahm nun Jahr für Jahr zu. Aurora löste die TJet’S mit der Thunder-Jet 500 Reihe ab. Diese wurden von Faller unter Eigennamen wie Beispielsweise „Faller AMS 5401 Flachankermotor“ verkauft. Es gab unzählige Varianten. Unterschiedliche Getriebeuntersetzungen, Kunststoff oder Zinkguss-Deckel, Kunststoff oder Metallzahnräder, schmale und breite Achsen, unterschiedliche Felgen, Reifen und Felgen für LKW’s oder Doppelbereifung. Es gab einen Aufsatz für ein „mechanisch“ gesteuertes Blinklicht mit „Glühbirnchen“ für Polizei, Krankenwagen oder Feuerwehr. Schleifer gab es in unterschiedlichen Legierungen und breiten. Es gab Diodenschleifer um zwei Fahrzeuge auf einem Slot zu fahren. Und vieles mehr. Analog zur reinen Rennbahn bildete diese Vielfalt damals den Vorgänger des Faller Car Systems und fügte das AMS nahtlos in die H0 Landschaft ein. Ab 1971 wurde das neue reine „Rennsport“ Chassis „Original A/FX“ unter der neuen Marke A/FX (Aurora Factory Experimentals) verkauft. Dieses wurde in Deutschland nicht mehr exklusiv von Faller angeboten, sondern auch direkt von A/FX. Ab 1974 wurde das Logo in AFX geändert und hierrunter weitervertrieben. In diesem Zuge wurde der Name für das Chassis nach leichten Verbesserungen in „Magna-Traction“ umbenannt. Über die Jahre wurden viele Abwandlungen der Chassis produziert damit Beispielsweise die Fahrzeuge der Indy 500 und Formel 1 besser aussahen. Allerdings basierte die Technik aller Chassis auf den drei Grundversionen. Die dritte Version kam 1976 als AFX G-Plus auf den Markt und wurde später zu Super G-Plus weiterentwickelt. Ab 1982 ließ die Verfügbarkeit der AMS Komponenten stark nach, ohne Begründung seitens Faller, bis diese1986 AMS komplett aus dem Programm nahmen. In Deutschland hat man zu den Gründen kaum etwas mitbekommen. Viele Jahre Später ging Erwin Faller bei einem Interview kurz auf dieses Thema ein. AMS belastete die Beziehung der Faller Brüder sehr stark. Der gewünschte Einstieg und das unerwartete Ende sorgte für Streitereien weshalb dazu öffentlich nichts kommuniziert wurde. Das liebe Geld war wie so oft der Grund für das Ende von Faller AMS, aber nicht so wie man sich das zunächst denkt. 1982 beschloss man bei Atlas Model Railroad das die Fertigung in den USA zu teuer geworden ist, und man in Neuseeland wesentlich bessere Bedingungen hätte. Es wurde also die komplette Fertigung auf ein Schiff geladen das auf dem Weg nach Neuseeland sank. Maschinen und Druckgussformen im Wert von Millionen Dollar liegen seither bei den Fischen. Daraufhin meldete Atlas Insolvenz an. Die fehlenden Schienen und weitere Faktoren wie der steigende Ölpreis als Basis für Kunststoff brachten dann auch Aurora in Schieflage. Diese gingen dann ein Jahr später ebenfalls in die Insolvenz. Und so war in Deutschland der Weg frei für den neuen Monopolisten Carrera.

Die Chassis und die aktuellen Alternativen

Original: Aurora – T-Jet
Nachfolger: Aurora – ThunderJet 500
Alternative: Auto World – ThunderJet Ultra-G

Original: A/FX – Original A/FX
Nachfolger: AFX – Magna-Traction
Alternative: Auto World – Xtraction
Alternative: Auto World – Xtraction Ultra-G

Original: AFX – G-Plus
Nachfolger: AFX – Super G-Plus
Geänderter Nachbau: Tyco – 440X2
Geänderter Nachbau: Tomy – Turbo
Alternative: Auto World – Super III

Die Slotcars auf der G-Plus Basis waren meiner Meinung nach nicht mehr schön zu fahren. Es waren nur noch Geschosse die durch die starken Magnete selbst über Kopf auf der Bahn geklebt haben. Gerade die Tyco 440X2 konnte man kaum noch ohne Vollkörperschutz fahren, wollte man bei einem Deslotten keine bleibenden schwerwiegenden Verletzungen erleiden.

Von Auto World wurde ein zusätzliches neues Chassis entwickelt, das meiner Meinung nach das Beste im 1:64 Bereich ist. Im Prinzip ist es ein Magna-Traction mit größerem Radstand.

Original: Auto World 4Gear

Es lässt sich sagenhaft fahren, die Drifts in den Kurven sind kontrollierbar und die Bodys dazu sehen super aus.

Ein paar Slotcars

Howto AI

Vom aktuellen Hype bezüglich Artificial Intelligence kurz AI oder auf deutsch KI kann man halten was man will. Die Produkte die auf Basis künstlicher neuronaler Netze entstanden sind liefern unumstritten erstaunliche Ergebnisse. Diese nicht zu nutzen wäre dumm.

Um diese Aussage einzuordnen möchte ich kurz meine Sichtweise auf die aktuell als künstliche Intelligenz gehandelten Computerprogramme erläutern. Meiner Ansicht nach handelt es sich nicht um künstliche Intelligenz. Ich vertrete den Standpunkt von Alan Turing. Dieser meinte das eine Maschine dann intelligent ist, wenn das Denkvermögen nicht von dem eines Menschen zu unterscheiden ist. Eine Gewichtung über eine Milliarde Datenpunkte ist eben nicht denken. Nun könnte man mit dem Argument kommen, das ChatGPT den Turing Test bestanden hat. Hier sollte die Frage erlaubt sein, ob ein Test der vor 70 Jahren ersonnen wurde um die damaligen Maschinen/Computer zu bewerten, heute der richtige Ansatz ist. Ich sage nur „Moore‘s law“. Für mich ist klar, das es durchaus Diskussionen zum Thema AI gibt und geben muss. Es muss auch viel mehr Regulierung stattfinden was man sehr gut beim Thema Suno-AI in den Medien verfolgen kann. Mit diesem Hintergrund und dem Wissen das nicht Cyberdyne Systems die KI entwickelt, plädiere ich dafür, AI zu nutzen, solange man nicht das Gefühl hat anderen zu schaden.

Folgend möchte ich zeigen wie man ohne Fachwissen zu KNN oder deep learning kostenlos AI Tools nutzen kann. Zunächst meldet man sich bei openAI an und startet ChatGPT. Zum Thema generative KI gibt es unzählige Fachbegriffe. Der erste für uns wichtige hier nennt sich Prompt. Das ist die Beschreibung dessen was man als Ergebnis haben will. Nun fordert man ChatGPT auf, einen Prompt zu erstellen, von dem was man auf seinem Bild sehen will. Das geht auch auf deutsch ganz gut. Ist man mit dem Text zufrieden kann man diesen Prompt ins englische übersetzen lassen, da die diversen Tools hier die genauesten Ergebnisse liefern. Mein simpler Prompt lautet:

a wide untouched snow surface in the foreground and the caves in the ross ice shelf in the background

Nun bitten wir ChatGPT aus diesem Prompt ein Bild zu erstellen. Aus dem Chat heraus wird DALL-E (openAI’s Bildgenerator) in der aktuellsten Version aufgerufen, welcher das Bild zurück liefert.

Ein wie ich meine beeindruckendes einzigartiges Bild. Folgend ein paar wichtige Informationen. Die Bildgeneratoren liefern das Ergebnis in 1024×1024, 1024×1792 oder 1792×1024. Die gewünschte Größe muss mit angegeben werden. Fordert man Chat-GPT ein weiteres mal auf, aus dem Prompt ein Bild zu erzeugen, wird man ein neues anderes Bild als Ergebnis bekommen.

Also kann man nicht an einem Ergebnis weiterarbeiten. Hier kommen wir zum zweiten Begriff, dem sogenannten Samen (seed) der bei DALL-E nicht zur Verfügung steht.

Hierzu gibt es andere spezialisierte KI-Tools. Um die Tools zu nutzen muss man diese nicht installieren oder bezahlen. Beispielsweise kann man sich bei Prompthero anmelden. Dort sucht man sich die Engine aus, mit der man arbeiten will. Beispielsweise Stable Diffusion. Nun bittet man ChatGPT den Prompt dafür zu optimieren. Der Prompt an sich bleibt meistens gleich wobei man für Stable Diffusion eine Liste mit Einstellungen bekommt die man vornehmen kann. Hiermit lässt man sich nun Bilder erstellen. Ist ein Bild dabei auf dessen Basis man weiterarbeiten will, kopiert man sich den Samen und fügt diese mehrstellige Nummer in das „Samen-Feld“ ein. Nun kann man das Originalbild verändern. Beispielsweise eine zweite Sonne einfügen oder Nebel.

Die Ergebnisse werden besser, um so genauer der Prompt das Bild beschreibt. Dabei leistet ChatGPT phantastische Arbeit. Hier ein Beispiel für Midjourey:

A vast, flat snow-covered plain stretching endlessly to the horizon. The snow is fresh and untouched, yet appears somewhat somber under the overcast sky. Thick clouds shimmer in soft pink and violet tones, casting a surreal glow over the landscape. In the background, the majestic Ross Ice Shelf rises, with its massive frozen structures and deep, shadowy ice caves. The caves subtly reflect the faint light, adding depth and mystery. The entire environment is still and quiet, evoking a contemplative and serene wintery scene. --ar 9:16 --v 6 --style raw --q 2

Nun haben wir unser Wunschbild, aber in einer Qualität die schon im Jahr 2000 nicht mehr „State of the Art“ war. Deshalb geht es nun zu Nero-AI. Die waren früher für was anderes bekannt. Nun bietet Nero einen ausgezeichneten AI Image Upscaler an. Bild hochladen, Upscale Rate auf x4 einstellen, warten und staunen.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, das dieser Guide auf mehrfachen Wunsch von Lesern meines Blogs entstanden ist. Das Thema AI ist momentan permanent im Wandel. Jeden Tag gibt es etwas neues. Und so ist auch bei diesem Artikel fraglich wie lange er aktuell ist. Trotzdem wünsche ich viel Spaß beim rumprobieren.

Fragen und Antworten die erste

Eigentlich wollte ich die folgenden Fragen in einem anderen Post zu den Hintergrundbildern der Fotos kurz mit abfrühstücken. Da die Antworten nun doch detaillierter ausgefallen sind, gönne ich diesen einen eigenen Block.

Was hast du für eine LEGO Trading Card?

Was macht man damit? Sammeln!

Lego hat doch keine Fetigung in China …

… und verkauft da nicht. Das sind doch Plagiate! Das merkt man schon wenn man die Steine anfasst! So oder so ähnlich hört man immer wieder.

LEGO Toy (Shanghai) Co. Ltd
30F, 31F, No. 288, South Shanxi Road
Xuhui District
Shanghai 200031
China
Tel: +86 21 3339 4888

LEGO Toy Manufacturing (Jiaxing) Co., Ltd.
No. 2283 Tongxiang Avenue
Jiaxing City
Zhejiang Province 314036
China
Tel: +86 573 8219 6000

Wer sich kurz Zeit nimmt um selbst nachzuschauen, kann auch ohne Zugriff auf BND, CIA oder ähnliche Behörden innerhalb von Sekunden sehen wo LEGO seine chinesische Fabrik errichtet hat.

Das ist auch nur logisch, denn so kann „LG Chem“ mit seinem LKW von Ningbo die 160km rüber nach Jiaxing fahren, und da sein ABS-Granulat bei den großen Spritzguss-Klemmbaustein-Herstellern auf den Hof kippen. Denn die haben da alle ihre heiligen Hallen stehen.

Man kann auch auf https://www.lego.cn vorbeischauen. Ein Browser Übersetzungstool hilft hier ungemein. Und wer es beim Granulat genauer wissen will, schaut mal bei https://www.lg.com vorbei.

Warum hast du extra „Werbung entfernt“ beim Shop dazugeschrieben?

Ist der Shop schlecht? Darf man nicht wissen wo du kaufst? Ist was illegal?

NEIN! Wer den Namen des Shops wissen will, kann mich einfach fragen. Wer meinen exakten Wortlaut bei einer Suchmaschine eingibt, kann den ersten Treffer auswählen.

Mir wurde von einem Medienkonzern (hat nichts mit LEGO zu tun – glaube ich) über die meiner Domain zugeordnete Kontaktadresse eine Nachricht zugestellt.

In dieser wurde ich auf den Medienstaatsvertrag (§ 22 Absatz 1, § 74  i.V.m.§ 8 Abs. 3 MStV) hingewiesen, und das ich Werbung für Händler erkenntlich machen muss. Die Kennzeichnung muss für den Nutzer klar und leicht ersichtlich sein. Nutzer dürfen keine Schwierigkeiten haben, redaktionelle Inhalte von werblichen Inhalten zu unterscheiden.

Die Geschichte einer Domain – Teil 1

Folgendes ist insbesondere für die Members, Gamer, Coder und Groupies unter euch interessant.

Zu Beginn der Jahrtausendwende entstand mit www.team-fraggles.de eine Website, auf die alle Beteiligten durchaus stolz sein können. Da sich in 25 Jahren einiges in der digitalen Welt ändert, habe ich einen nostalgischen Rückblick an diese verrückte Zeit erstellt. Da ich hier dem Prolog nicht vorgreifen will, nur soviel: Damals war an Optionen wie Viewport oder ähnliches nicht zu denken. Damit kann man Websites passend zum Endgerät dynamisch darstellen. Für das volle Erlebnis würde ich zum Anschauen daher einen Desktop Browser empfehlen.

Hier gehts zur Website! Viel Spaß beim Lesen.

Filament Test

Nachdem mein Sparschwein zerbrochen ist (nicht wegen Überfüllung) brauchte ich ein neues. Also hab ich mir bei Thingiverse eine Spardose in Form einer Moai Figur heruntergeladen. Beim Überlegen mit welchem Filament ich diese drucken sollte, habe ich mich für ein Filament von eSun entschieden. Das hatte ich mal zum Testen bestellt.
Filament: eSun – galaxy glow black

Es gibt schon geniales Zeug.

Bambu Lab P1P

Es gibt Dinge, bei denen kann man einfach nicht nein sagen.

Gesehen, gekauft und als gut befunden…

Vor einiger Zeit habe ich mich vom Bambu Lab X1 / P1P überzeugen lassen. Nachdem ich abgecheckt habe, das ich meinen bisherigen Drucker verkaufen kann, habe ich auf „buy“ geklickt. Nun stand der Karton schon ein paar Wochen zuhaue rum bis ich die Zeit gefunden habe, ihn in Betrieb zu nehmen. Man kann es nicht beschreiben. Verarbeitung top, Technik top. Und die Geschwindigkeit … 12x schneller als mein bisheriger. Das Benchy hat der Drucker innerhalb von 16 Minuten rausgehauen, inklusive Inbetriebnahme und Kalibrierung, welche ca. die hälfte der Zeit in Anspruch genommen hat. Wenn man beim Drucken zuschaut, hat man den Eindruck in einem Science Fiction Film zu sein. Unglaublich.

Jetzt muss ich noch das Gehäuse und den Halter für die LED Beleuchtung drucken, sowie einen neuen Filamenthalter.