Slot Table

Nachdem ich mich, aus Angst die Platten zu versauen, nun lange genug um das Kleben der Litzen herumgedrückt habe, bin ich es nun angegangen.
Im ersten Versuch habe ich drei unterschiedlich dicke Kleberaupen auf ein lackiertes Stück Parkett aufgetragen, um die optimale Menge des Klebers zu ermitteln. Schon hierbei mußte ich feststellen, wie unglaublich schwierig es ist, eine gleichmäßige Kleberaupe aufzutragen. Da es allerdings noch die Tube war, mit der ich hantiert habe, wollte ich mir noch kein Urteil bilden.

Im nächsten Schritt habe ich dann wieder mit drei Kleberaupen versucht, die Ablüftzeit für die optimale Verarbeitung herauszufinden. Mit Anlehung an das Datenblatt habe ich es mit 6, 8 und 10 Minuten versucht.

Nachdem alle Tests protokilliert, und die angegebenen 24 Stunden verstrichen waren, habe ich dann die Litzen wieder abgerissen.
Anhand des Kraftaufwandes, und wie zerfleddert die Litze ausgesehen hat, habe ich mich dann für die 8 Minuten Variante mit passender Kleberaupe entschieden.

Zur Vorbereitung auf den großen Tag, habe ich zunächst eine Tabelle mit den Litzenlängen und zu welcher Platte sie gehören ausgedruckt. Dann die Litzen passend zugeschnitten, beschriftet und die Laufrichtung markiert.

Die Werkzeuge, Klebegerät, Litzenroller usw bereitgelegt.
Dann am nächsten Tag ging es los. Zuerst den Kleber in den Druckbehälter rein. Diesen aufhängen, und das Klebegerät anschließen.

Nun ging es mit dem Einstellen der Klebermenge weiter. Hier besteht die Herausforderung darin, die richtige Menge für den passenden Vorschub einzustellen, und die richtige Dosiernadel für die passende Kleberaupenbreite zu wählen.
Nach ein paar weiteren Tests war ich mir sicher, die richtige Einstellung gefunden zu haben, und ich wagte mich an die Testplatte.
Schon nach den ersten paar Centimetern bestätigte sich der Eindruck den ich bei den Tests gewonnen hatte. Es ist unglaublich schwierig eine glechmäßige Dosierung hinzubekommen.

Doch wer kann auf anhieb Buchstaben schreiben?! Also, mit der Übung wirds besser. Das war nicht die enzige Herausforderung. Die Litzen sauber in die Bögen zu kleben, war eine noch schwierigere Aufgabe. Nach den ersten unschönen Versuchen, bei denen sich die Litzen im Litzenbett verzogen haben, habe ich dann die Litzen im Bogen immer Centimeter für Centimeter überdehnt, und dann erst aufgeklebt.

So funktionierte es dann wesentlich besser. Hier auf der Testplatte ist dann zu sehen, das bei der kleinsten Ungenauhigkeit schon Kleber herausgedrückt wird. Sowas wollte ich auf meinen Platten natürlich nicht. Also noch mehr Konzentration bei der ersten Platte!

Mit den bisherigen Erfahrungen habe ich dann mit den geraden Stücken begonnen.
Ich habe immer 2 Litzen gleichzeitig geklebt. Zu Beginn der ersten Kleberaupe die Zeit notiert. Nach vier Minuten die zweite Kleberaupe aufgetragen, nach weiteren vier Minuten die erste Litze geklebt, und nach weiteren vier Minuten die zweite Litze.

Jede Litze erst passend verlegen, danach mit dem Roller anpressen.
So erhält man ein Super Ergebnis.

Die Omegakurve habe ich mir bis zum Schluß aufgespart, da hier die Radien am Engsten sind.

Meine Bedenken waren allerdings unnötig. Nach 8 Stunden hatte ich nun genug Übung um auch dieser Herausforderung gewachsen zu sein.
In den Kurven ist es wichtig, das die Litzen sauber an den Rand des Litzenbetts gedrückt werden. Dies kann man mit den Fingern machen.
Schöner ist es aber, wenn man einen passenden Andrückroller dafür hat.

Wenn alles angedrückt ist, sieht das Ergebnis wie Folgt aus:

Und im Ganzen

Hier noch eine Aufname der Platte 1 mit der Schließenden Kurve nachdem der Kleber nun drei Tage ausgehärtet ist.

An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an meinen Helfer.

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